Was taugt die Leitkultur?

Nicht nur der zur Reflexion unbequeme Durchschnitt der Gesellschaft meint auf Grundlage fragwürdiger Publikationen, die Gefahr aus dem Morgenland erkannt zu haben, sondern auch in deutschen Hörsälen fabulieren Professoren offen über die Kompatibilität verschiedener Kulturen und sehen das christliche Abendland am Rande des islamischen Abgrundes, den man nur mit einer überzeugenden und schlagfertigen Leitkultur überbrücken könne.
Denn schließlich seien es ja stets die Gäste, die sich dem großzügigen Gastgeber anzupassen haben, welcher doch immerhin so großzügig sei, das Geschenk der modernen Zivilisation mit anderen Kulturen zu teilen. Kurzum: Her mit der deutschen Leitkultur! Weiterlesen

Gipfelwege und Lebenswege

Ich gehe sehr gerne in die Berge, zum Wandern oder um eine Bergtour zu machen. Für mich ist jeder Weg auf einen Berggipfel immer auch ein Weg zu mir selbst und dem Lebensweg nicht unähnlich. Es gibt leichtere Touren und schwierige. Manchmal fängt es ganz leicht an und steigert sich dann, andere beginnen gleich sehr steil und mit vielen Hindernissen, so dass man schon von Anfang an viele Kräfte mobilisieren muss. Auf dem Weg zum Gipfel, eröffnen sich immer neue Aussichten, je höher man kommt desto weiter kann man sehen. Das Blickfeld ändert sich ständig, da der Weg meist nicht gerade nach oben verläuft, sondern in vielen Kehren und auch einmal um den Berg herumführen kann. So ergeben sich immer neue Ausblicke. Das, was vorher verdeckt war, wird plötzlich sichtbar und das was vorher sichtbar war, ist vielleicht nicht mehr zu sehen oder sieht anders aus, da der Blickwinkel sich ändert. Weiterlesen

Wandelbarkeit des Urteils

Die Wandelbarkeit des Urteils

Sie saßen auf dem alten Wegweiser nebeneinander, die Nebelkrähe und sie Saatkrähe, und blickten über das trostlose Land zu Ende des Winters. In den Ackerfruchen lag noch schmutziger Schnee. Die Hecke reckte ihre nackten Zweige wärmeheischend in einen Himmel, der sie mit eisigem Wind übergoß. Der Pfad zwischen den Äckern war zu einer Bahn langsam abwärts schiebenden Schlammes geworden.
“Ein ekliges Land”, sagte die Nebelkrähe, und sie hatte echt.
“Ein häßliches Land”, ergänzte die Saatkrähe, und sie hatte ebenfalls recht.
 Da wanderten gelbrote Sonnenstrahlen über die Flur, vergoldeten alles, was ihnen in den Weg lag – die Gräser der abgestorbenen Wiese, den frostzerrissenen Stamm der Birke, die Stengel der toten Schafgarbe, die dreckigen Schneeefetzen hinter der Hecke – und verwandelte das rieselnde Wasser am Weg zu purem, flüssigem Gold.
“Ein herrliches Land”, sagte die Nebelkrähe.
“Fürwahr, ein schönes Land”, ergänzte die Saatkrähe;
und sie hatten beide recht.

Kurt Kauter

Diese kurze Geschichte von Kurt Kauter zeigt sehr schön, wie sehr unser Urteil von den äußeren Umständen abhängt und wie schnell sich unser Urteil wandeln kann, wenn die Umstände sich ändern. Meistens urteilen wir, wie die beiden Krähen in der Geschichte, intuitiv und ohne groß darüber nachzudenken. Weiterlesen

Das Streicheln der Seele

Siehst du nicht, wie Gott das Gleichnis vom guten Wort anführt? Er vergleicht das gute Wort mit einem guten Baum, dessen Wurzeln fest in der Erde liegen und dessen Äste hoch in den Himmel ragen. Er trägt seine Früchte mit Gottes Erlaubnis zur bestimmten Zeit. Gott führt Gleichnisse für die Menschen an, damit sie sich Gedanken machen. Ein schlechtes Wort aber ist wie ein schlechter Baum, der aus der Erde entwurzelt ist und keine Festigkeit hat.
(Koran 14:24-26)

Frieden,

Unsere Koranlesung in Zürich bereitet allen Beteiligten große Freude (so haben wir letzten Sonntag deshalb eine extra Lesung gemacht) und es ist immer sehr erfrischend, da viele Themen besprochen werden und bemerkt wird, wie tief die Verse des Koran doch gehen. Dabei kam zum Beispiel auch zur Sprache, dass der Koran offen mit der Sexualität umgeht und von uns will, Weiterlesen

BITTE und DANKE

Diese beiden Worte sind sehr wichtig für eine gute Kommunikation. Sie drücken Wertschätzung aus und gestalten unseren Alltag und den Umgang miteinander freundlicher. Viele mögen sie als reine Höflichkeitsfloskeln ansehen, aber ein ehrliches “Bitte” und “Danke”, kann viel Positives bewirken – auch bei uns selbst.

Angst vor dem Unbekannten

Bei einem Interview stellte mir der Reporter folgende Frage:

“Sascha hast Du denn keine Angst?”

Ich kam gar nicht erst ins Grübeln, da die Antwort meiner Meinung nach auf der Hand liegt.

“Könnten sie Angst vor etwas haben, was sie nicht kennen? Oder würden Sie versuchen es kennenzulernen um dann zu entscheiden, ob Angst angebracht ist!”

Warum Euch ich das mitteile, hat folgenden Grund:
In unserer Gesellschaft und in den Köpfen vieler Menschen, spielt es sich genau nach diesem Schema ab. An erster Stelle steht die Angst und dann das Bedürfnis damit umzugehen oder es kennen zu lernen.

Wenn sich dieses Schema nicht dreht, stehen wir vielen Problemen mit verschlossenen Augen gegenüber und so können wir sie bestimmt nicht lösen!

www.walk-for-africa.de

Euer
Sascha

Walk for Africa 2012

Am 1. März 2012 beginnt der 23-jährige Sascha Rauscher, zu Fuß seinen beschwerlichen Weg von Nürnberg nach Mogadischu (Somalia).

11.500 Kilometer in 8 Monaten über 2 Kontinente zu Fuß – der Welt und den Menschen aufzeigend, dass jeder Einzelne von uns die Möglichkeit hat zu helfen und wir nie vergessen dürfen, dass wir Alle auf dem selben blauen Ball namens Erde lebt.

Unterstützt diesen mutigen jungen Mann, begleitet ihn mental oder vielleicht auch ein kleines Stück real, sagt es weiter oder tretet seiner Gruppe bei Facebook bei, damit er die nötige Öffentlichkeit und Unterstützung für sein Vorhaben und sein Engagement erhält und das Projekt erfolgreich wird.

Informationen das Projekt findet ihr auf seiner Website Walk for Africa 2012

Was Gott uns gibt, dass kann er uns auch wieder nehmen. Er schenkt uns das Leben und nimmt es uns wieder. Gott gab mir meine Füße um zu laufen. Gutes zu tun, Ziele zu erreichen und Träume zu verwirklich, auch wenn diese noch so weit entfernt scheinen. Bevor mir Gott dieses irgendwann wieder nimmt, gebe ich.
(Sascha Rauscher)