Ramadan – deine Chance für Veränderung!

von Schwester Cansu A.

Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen ist der Monat Ramadan für jeden Gottergebenen ein Beweis dafür, dass man sich ändern kann. 30 Tage konsequentes Fasten – von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang, klingt zunächst banal und willkürlich, hat aber mehr Nutzen für den Menschen als man zunächst einmal denkt.

Dieser Monat zeigt, dass man während diesen 30 Tagen teilweise zwar an seine Grenzen gebracht wird, nachts aber dennoch die Kraft findet lange wach zu bleiben, zu beten und im Koran zu lesen.

Diese 30 Tage zeigen uns, dass man keine Bestätigung für das eigene Tun oder Lassen benötigt. Auch wenn keine Menschenseele als Zeuge anwesend ist, man unterlässt das Essen und Trinken trotzdem bis die Sonne untergeht, ganz gleich wie sehr die menschlichen Bedürfnisse an einem rütteln.

Ramadan zeigt also, dass man Ziele setzen, und diese auch erreichen kann.

Ramadan zeigt uns, dass man seine Gewohnheiten und Bedürfnisse kontrollieren kann. Ramadan zeigt uns: man kann eine Balance zwischen Geist und Körper erreichen. Der Mensch wird also physisch und psychisch entgiftet.

Ramadan ist deine Chance! Also nutze sie und stell‘ dich selbst auf die Probe.

And never forget to say elhamdulillah!

Vernunft steht der Tradition im Weg

Mathematik

Robert Scarth – CC BY-SA 2.0

Was ist mit einigen muslimischen Gemeinschaften denn nur passiert, dass heute noch an gewissen arabischen Universitäten zum Beispiel die Relativitätstheorie, wo sie in der Physik als gültige Theorie gelehrt wird, im Bereich der „Islamwissenschaft“ als Unglaube (kufr) abgetan wird, da nach dieser Theorie angeblich Materie durch Energie „erschaffen“ werde und dies mit dem Glauben kollidiere, nur Gott könne erschaffen! Welch Armutszeugnis und welche Ignoranz!

Die klassische Theologie hatte doch stets die Vernunft (‚Aql) und ihre Wichtigkeit betont. Gruppen wie die Mu’tazila oder auch klassisch-orthodoxe Gestalten wie Al-Maturidi betonten, dass die einzige Quelle, die außerhalb des Koran als zuverlässig galt, die Vernunft sei. Denn nur sie (!) wäre in der Lage, Weiterlesen

Wie entstehen Rassismus und Ausgrenzung?

Sehr interessante Darstellung, wie Rassismus und Ausgrenzung in Nullkommanix entstehen können! Leider nur auf Englisch.
http://www.youtube.com/watch?v=VeK759FF84s

Hervorzuhebende Momente:

1:30: Die Lehrerin beginnt mit der Studie, über die heute noch geredet wird.
3:00: Sie erzeugt eine Ausgliederung und einen Rassismus in ihrem Klassenzimmer.
7:45: Frau Elliot stellt alles auf den Kopf.
11:43: Die Schüler lernen etwas, wobei die Welt immer noch Mühe hat.

Ähnlich gestrickte Argumente können wir in der Politik zuhauf finden. Es gibt zu viele interessante Momente in diesem Video, am besten einfach anschauen!

Gefängnisstrafe wegen Beleidigung des Propheten

Es ist wieder einmal vollbracht. Ein säkularer Staat sperrte einen Autor für 1 Jahr und 45 Tage aufgrund „öffentlicher Erniedrigung religiöser Werte, die von einem Teil des Volkes beachtet werden“, ein, weil dieser den Propheten Mohammed beleidigte und daraufhin von fünf Anklägern angezeigt wurde.

Dieser Umstand ist wieder einmal zum Kopfschütteln geeignet. Denn auf einer islamisch-religiösen Basis kann dieses Verhalten des Staates nicht verstanden werden, wenn man liest: Weiterlesen

Neue Dimension der Diskriminierung

Bei der diesjährigen Wushu-Europameisterschaft in Rumänien wurden der Wushu-Weltmeisterin Zeynep Akyüz Punkte verwehrt aufgrund ihres Kopftuches.

Eine schöne Geste der Wettbewerbsteilnehmer: Am letzten Wettkampftag hatten 17 Medaillenträger anderer Mannschaften aus Solidarität ihre Medaillen symbolisch Zeynep Akyüz übergeben. Akyüz, die von dieser Geste gerührt war, erklärte, sie bedanke sich für die Anteilnahme und Sportlichkeit ihrer Mitstreiter.zeynep-wushu

Die Bedeutung des Einzelnen

Das Märchen vom Kolibri
(nach Adriano Martins, Brasilien)

Es war einmal ein wunderschöner großer Fluss an dessen Ufern ein riesiger Wald stand. In diesem Wald lebten viele Tiere: Elefanten, Löwen, Affen und noch viele andere. Eines Tages brach ein Feuer aus. Die Tiere hatten Angst, dass ihre Wohnungen und Nistplätze zerstört werden könnten und waren verzweifelt. Nur ein kleiner Kolibri ließ den Kopf nicht hängen, sondern flog zum Fluss, holte einen Schnabel voll Wasser und ließ diesen kleinen Wassertropfen über dem brennenden Wald fallen. Die anderen großen Tieren lachten ihn aus: Was wollte dieser kleine Kerl schon ausrichten? Der Kolibri antwortete: „Ich leiste meinen Teil, nun seid ihr dran!“

Mir gefällt dieses Märchen um den kleinen Kolibri, der ob der Bedrohung durch den Waldbrand als Einziger nicht in Angst und Verzweiflung stecken bleibt, sondern das unmöglich Scheinende versucht. Als die anderen Tiere ihn deshalb auslachen, sagt er etwas sehr Wichtiges:

Ich leiste meinen Teil, nun seid ihr dran!“

Er geht mit gutem Beispiel voran und fordert die andern zum Handeln auf, wohl wissend, dass sein Tropfen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein bleiben würde, ohne die Hilfe und den Beitrag der anderen. Nur wenn jeder seinen Teil leistet, kann der Waldbrand vielleicht gestoppt werden. Viele Tropfen können zu einem Meer werden.

Dieses Märchen lässt sich sehr gut auch auf uns übertragen, denn ist es nicht so, dass auch wir angesichts der vielen Weltprobleme, wie z.B. Umweltzerstörung, Hungersnöte, Kriege, Krankheiten, Naturkatastrophen oder Armut, oftmals sind wie die Tiere und denken, wir könnten nichts tun? Wie gut, dass es da trotz allem immer wieder Menschen gibt, die wie der Kolibri mit gutem Beispiel vorangehen und das scheinbar Unmögliche versuchen und uns zeigen, dass jeder von uns etwas tun kann, scheint dieses manchmal auch noch so gering. Ein afrikanische Sprichwort lautet:

Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern

Viele kleine Schritte können das Gesicht der Welt positiv verändern. Wenn jeder von uns einen kleinen Schritt macht und seinen kleinen Tropfen beiträgt, ist Veränderung möglich.

Urteilt nicht, versucht zu verstehen

von Hakan Arabacıoğlu,
aus dem Türkischen von Kerem A.

Vor zwei Jahren sah ich beim Sommerhaus, wie das fünfjährige Enkelkind unseres Nachbars ins Meer ging. Als es herauskam, wusch es sich jedes Mal die Füsse mit einem feuchten Tuch ab. Nur mit Finken stand sie auf dem Sand. Die Eltern sagten bei diesem Anblick stets Dinge wie "Ahh, die hat einen Putzfimmel!", "Mensch, ist dieses Mädchen pingelig!"


Die Situation war für mich sehr merkwürdig. Ich sagte zu mir, dass ich mit ihr reden sollte. Ich setzte mich neben sie

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