Mein Feind das “Ich”

Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verworfenen Teufel
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

Einen Moment. Wieso suche ich Zuflucht vor dem verworfenen Teufel? Hab ich den Satz soeben überhaupt bewusst gefühlt, gelesen und verstanden? Was hat der Teufel mit meinen Gedanken zu tun? Was macht den Teufel aus, so dass er der Verworfene ist und ich ihn als meinen Feind sehen sollte? Was ist sein Wesen? In diesem Artikel geht es zusammengefasst um Folgendes:

Ihr größter Feind ist Ihr eigenes Selbstbild. Ihr „Ich“.

Das „Ich“ ist der beste Betrüger, den man sich vorstellen kann. Weil man es nicht sieht, hört oder schmeckt. Denn „den ärgsten Feind findet man dort, wo man ihn zuletzt erwartet.“ Das Problem ist, dass sich das „Ich“ dort versteckt. Nämlich in Ihnen selbst. Es verkauft seine Gedanken als die Ihren. Seine Gefühle als die Ihren. Sie halten es für sich! Und der größte Betrug ist, dass es Ihnen vorgaukelt: „Ich bin du!“ Weiterlesen

Leben in zwei Welten

Salaam,
Soeben gefunden auf der Seite (Klick) einer Freundin, die in der Reformbewegung sehr aktiv ist und die von Michael Schmidt-Salomon und natürlich auch uns unterstützt wird:  In der Dokumentation wird insbesondere das Leben von der gezeigten Person „Betül“ sehr schön dargestellt, die lange gebraucht hat, sich von den traditionell-religiös bestimmten Fesseln zu befreien!

Update: der Film ist leider nicht mehr komplett auf der wdr-Seite vorzufinden, dafür haben wir aber den folgenden Ausschnitt gefunden:

Den Kreis zu durchbrechen ist nicht so ohne weiteres möglich, dafür müssen diese Frauen sehr viel in Kauf nehmen, z.B. den Bruch mit der eigenen Familie, unter Umständen gar Prozesse gegen Verwandte. Ein sehr bedrückendes Gefühl ist auch das ungewisse und ängstliche Gefühl über das weitere Leben. Es ist sehr mutig von diesen Frauen, dass sie es wagen zu versuchen, sich von den vielseitigen Fesseln zu befreien, die mit dem Glauben aus dem Koran nichts zu tun haben, sondern mehr damit, was die Menschen aus dem Glauben und Tradition machen. So ist beispielsweise die Evolutionstheorie keine Theorie, die vollkommen gegen den Koran geht, sondern im Gegenteil. Früher wurde die Evolutionstheorie von muslimischen Denkern selbst gefördert und entwickelt. Es lässt sich sogar behaupten, dass Darwin sehr wahrscheinlich muslimischen Einfluss hatte in diesem Gebiet.

Mögen wir, vor allem natürlich wir Türken, diesen Frauen unterstützend begegnen und ihnen helfen, aus diesem Kreis zu brechen. Wir können beginnen, über die Sensibilität und Verletzlichkeit dieser Frauen nachzudenken und selbst sensibel für ihre Bedürfnisse zu werden. Wie wollen wir am Jüngsten Gericht vor Gott, vor Allah stehen, wenn wir die schönen und zarten Seelen dieser Frauen behindert haben? Sollten wir, gerade als Gläubige vor Allah, nicht den unterdrückten Menschen beistehen? Eine richtige und gute Behandlung dieser Frauen würde sie auch überzeugen, dass die Religion als Bereicherung verstanden werden kann, insbesondere in der Behandlung der Frauen. Denn laut Koran ist die Beziehung zwischen Mann und Frau keine männlich oder elterlich dominierte Partnerschaft. Sie baut auf gegenseitiger Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung auf. Beide Geschlechter sind vor Gott gleich viel wert laut Koran! Müssten wir als Muslime, als Gott ergebene Menschen, nicht gerade ein Vorbild in der Behandlung der Frauen sein? Was meinte wohl Gott im Koran, als er vom Propheten sprach, dass er vorbildliche Tugenden besaß?

Möge Gott uns die nötigen Einsichten gewähren.

20:114 [...] «O mein Herr, mehre mich an Wissen.»

Ein Allahu akbar für diese Frauen.

Wer sind wir?

Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel,
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

Wer bin ich? – dass ich die leiseste Ahnung haben möchte, wer und wie der Eine, allmächtige Schöpfer ist.
Was bin ich? – für ein Geschöpf, das leugnet, obwohl er ist.
Wann bin ich? – genau so geworden, dass ich im Tiefschlaf “des Lebens” stecken geblieben bin.
Warum bin ich? – noch nicht auf dem Boden, niedergeworfen und flehend nach Erweckung.

Wer bist du?

Um verstehen zu können, wer wir sind, müssen wir erst uns selbst beweisen, wer wir nicht sind. Wie wohl bemerkt sage ich nicht “müssen wir wissen, wer wir nicht sind”. Weiterlesen