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Tanzen als Zakat – Beitrag zur Verbesserung sozialer Umstände
Eine der Voraussetzungen für die Gottergebenen, Gottes Barmherzigkeit erfahren zu dürfen, ist "Zakat" zu verwirklichen (Koran 7:156) – und Gottes Barmherzigkeit beschränkt sich nicht auf das Jenseitige. Zakat bedeutet nicht nur "Almosenpflicht", sondern wörtlich allgemein "zur Verbesserung beisteuern" oder unser Umfeld mit Fortschritten vorantreiben. Nebst dem, dass man mit Geld Bedürftigen und Benachteiligten helfen kann und nach Möglichkeit sollte, gibt es auch andere Varianten um für eine Verbesserung sozialer Umstände zu sorgen. Eine davon ist auch, die Entwicklung anderer Menschen positiv zu beeinflussen.
Es gibt leider die vom Teufel zugeflüsterte Mentalität unter traditionell orientierten "Muslimen", die ihre Religion durch andere Partner neben Gott begründen (Ahadith), welche die Musik verbieten oder Künstler in ihrer Freiheit einschränken will. Zum Glück ist die Welt gefüllt mit Musik und unser Körper reagiert auf jeden Klang. Einige reagieren auf besondere Weise auf diese Klänge – und machen etwas Positives draus, nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihr Umfeld. Natürlich gibt es auch negativ wirkende Musik, von der wir uns aber generell schon von alleine fernhalten sollten. Für einige Menschen jedoch, die sich mit Worten vielleicht nicht sehr gut auszudrücken vermögen ist der Tanz eine Alternative, seinen Gefühlen und seinen Meinungen Ausdruck zu verleihen, ein Sprachrohr zu finden.
Das Video unten zeigt einen Tänzer (Souhail), der diese schöne Poesie des Tanzes und der Musik auf seine eigene Weise mitteilt. Schaut euch an, wie sie friedlich bei einem sogenannten "Battle" nebeneinander sitzen und ihre Kunst miteinander teilen. Schaut euch auch die anderen Videos vom Kanal "danceflavour" an (soll hier jetzt keine versteckte Werbung sein), wie sie positive Energie vermitteln. Mit einigen weiteren Partnern gibt er auch Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, diese schöne Poesie zu fühlen. So steuern sie auf ihre eigene kreative Art und Weise zur Verbesserung der gesellschaftlichen Umstände bei. Statt dass die Jugendlichen sich in Gewalt, leeren Zeitvertreib oder Drogen verlieren, können diese sich im Tanzen verlieren. Auch diesen sollte man Danke sagen: falls das jemand von "df" sehen sollte, so Danke für euren kreativen Beitrag!
Ein Allahu akbar für diese Menschen.
In Frieden
Was taugt die Leitkultur?
Nicht nur der zur Reflexion unbequeme Durchschnitt der Gesellschaft meint auf Grundlage fragwürdiger Publikationen, die Gefahr aus dem Morgenland erkannt zu haben, sondern auch in deutschen Hörsälen fabulieren Professoren offen über die Kompatibilität verschiedener Kulturen und sehen das christliche Abendland am Rande des islamischen Abgrundes, den man nur mit einer überzeugenden und schlagfertigen Leitkultur überbrücken könne.
Denn schließlich seien es ja stets die Gäste, die sich dem großzügigen Gastgeber anzupassen haben, welcher doch immerhin so großzügig sei, das Geschenk der modernen Zivilisation mit anderen Kulturen zu teilen. Kurzum: Her mit der deutschen Leitkultur! Weiterlesen
Gipfelwege und Lebenswege
Ich gehe sehr gerne in die Berge, zum Wandern oder um eine Bergtour zu machen. Für mich ist jeder Weg auf einen Berggipfel immer auch ein Weg zu mir selbst und dem Lebensweg nicht unähnlich. Es gibt leichtere Touren und schwierige. Manchmal fängt es ganz leicht an und steigert sich dann, andere beginnen gleich sehr steil und mit vielen Hindernissen, so dass man schon von Anfang an viele Kräfte mobilisieren muss. Auf dem Weg zum Gipfel, eröffnen sich immer neue Aussichten, je höher man kommt desto weiter kann man sehen. Das Blickfeld ändert sich ständig, da der Weg meist nicht gerade nach oben verläuft, sondern in vielen Kehren und auch einmal um den Berg herumführen kann. So ergeben sich immer neue Ausblicke. Das, was vorher verdeckt war, wird plötzlich sichtbar und das was vorher sichtbar war, ist vielleicht nicht mehr zu sehen oder sieht anders aus, da der Blickwinkel sich ändert. Weiterlesen
Wandelbarkeit des Urteils
Die Wandelbarkeit des Urteils
Sie saßen auf dem alten Wegweiser nebeneinander, die Nebelkrähe und sie Saatkrähe, und blickten über das trostlose Land zu Ende des Winters. In den Ackerfruchen lag noch schmutziger Schnee. Die Hecke reckte ihre nackten Zweige wärmeheischend in einen Himmel, der sie mit eisigem Wind übergoß. Der Pfad zwischen den Äckern war zu einer Bahn langsam abwärts schiebenden Schlammes geworden.
“Ein ekliges Land”, sagte die Nebelkrähe, und sie hatte echt.
“Ein häßliches Land”, ergänzte die Saatkrähe, und sie hatte ebenfalls recht.
Da wanderten gelbrote Sonnenstrahlen über die Flur, vergoldeten alles, was ihnen in den Weg lag – die Gräser der abgestorbenen Wiese, den frostzerrissenen Stamm der Birke, die Stengel der toten Schafgarbe, die dreckigen Schneeefetzen hinter der Hecke – und verwandelte das rieselnde Wasser am Weg zu purem, flüssigem Gold.
“Ein herrliches Land”, sagte die Nebelkrähe.
“Fürwahr, ein schönes Land”, ergänzte die Saatkrähe;
und sie hatten beide recht.Kurt Kauter
Diese kurze Geschichte von Kurt Kauter zeigt sehr schön, wie sehr unser Urteil von den äußeren Umständen abhängt und wie schnell sich unser Urteil wandeln kann, wenn die Umstände sich ändern. Meistens urteilen wir, wie die beiden Krähen in der Geschichte, intuitiv und ohne groß darüber nachzudenken. Weiterlesen
Das Streicheln der Seele
Siehst du nicht, wie Gott das Gleichnis vom guten Wort anführt? Er vergleicht das gute Wort mit einem guten Baum, dessen Wurzeln fest in der Erde liegen und dessen Äste hoch in den Himmel ragen. Er trägt seine Früchte mit Gottes Erlaubnis zur bestimmten Zeit. Gott führt Gleichnisse für die Menschen an, damit sie sich Gedanken machen. Ein schlechtes Wort aber ist wie ein schlechter Baum, der aus der Erde entwurzelt ist und keine Festigkeit hat.
(Koran 14:24-26)
Frieden,
Unsere Koranlesung in Zürich bereitet allen Beteiligten große Freude (so haben wir letzten Sonntag deshalb eine extra Lesung gemacht) und es ist immer sehr erfrischend, da viele Themen besprochen werden und bemerkt wird, wie tief die Verse des Koran doch gehen. Dabei kam zum Beispiel auch zur Sprache, dass der Koran offen mit der Sexualität umgeht und von uns will, Weiterlesen
BITTE und DANKE
Diese beiden Worte sind sehr wichtig für eine gute Kommunikation. Sie drücken Wertschätzung aus und gestalten unseren Alltag und den Umgang miteinander freundlicher. Viele mögen sie als reine Höflichkeitsfloskeln ansehen, aber ein ehrliches “Bitte” und “Danke”, kann viel Positives bewirken – auch bei uns selbst.