Mein Glaube reicht nicht aus, um Atheist zu werden

Atheismus

Die Menschen – ob sie glauben oder nicht glauben – machen sich nicht all zu viele Gedanken über die Inhalte des Glaubens. In diesem Fall wird dann auch das Annehmen von Klischeewissen aus der Umgebung zu einer natürlichen Angelegenheit. Ansichten wie "Glaube und Wissenschaft sind zwei verschiedene Paar Schuhe, es gibt in der Religion keinen Platz für wissenschaftliche Angaben. Wenn wir eine Parallelität zwischen Wissenschaft und Glauben suchen, wozu brauchen wir dann noch den Glauben?" sind für diese Klischees Beispiele.

Zuerst muss erwähnt werden, dass einschliesslich wissenschaftlichem Wissen jede Art von Wissen bis zu einem gewissen Masse einen Glauben beinhalten. Zum Beispiel selbst die wissenschaftlichen Tatsachen, die wir für unfehlbar halten, bauen auf dem folgenden Glauben auf: "In der Natur gibt es wirkende Gesetze und diese werden zu jeder Zeit weiterhin wirken." Dies mag Ihnen wie eine wissenschaftliche Aussage erscheinen, was jedoch nur eine philosophische Akzeptanz darstellt. Dafür, dass die Naturgesetze Morgen auch noch gelten, haben wir nichts in der Hand ausser, dass wir der Induktion vertrauen. Jedoch ist der einzige Grund, wieso wir dieser Induktion vertrauen, dass sie in der Vergangenheit funktioniert hatte. Das heisst, dass uns die Induktion keinerlei wissenschaftliche Verlässlichkeit bieten kann in Bezug auf die Zukunft. Wenn wir aber diese Art von Annahme verwerfen, bleibt uns keinerlei Wissenschaft erhalten.

Wir haben gesehen, dass in der Essenz der Wissenschaft eine philosophische Annahme, ein Glaube besteht. Doch die meisten der Glaubensformen wie Atheismus durchdringen die Wissenschaft auf heimtückische Weise. Diejenigen, die behaupten, dass die Religion der Wissenschaft im Wege stehe, versuchen ihre atheistische Ideologie in die Physik oder die Biologie einzuschleusen. Das Ziel ist es, ins Gesamtpaket den Atheismus einzuschieben und den Menschen zu sagen: "entweder nehmen Sie die atheistische Wissenschaft oder Sie lehnen sie vollends ab." Nichtsdestotrotz unterstützt die Wissenschaft in vielen Bereichen die Religion. Big Bang ist das schönste Beispiel dafür. Die Vollkommenheiten im Universum auf der Makroebene und in unserem Körper auf der Mikroebene haben es jedes Mal geschafft die Atheisten zu trügen, trotz der nahezu unmöglichen Wahrscheinlichkeiten dafür. Dass einer der grössten Atheisten auf unserer Erde Anthony Flew "ich habe mich geirrt, Gott gibt es" sagte, ist eines der Zeichen dafür, dass die Wissenschaften die Erschaffung unterstützen.

von Bruder Alper B.

3 Gedanken zu “Mein Glaube reicht nicht aus, um Atheist zu werden

  1. Hm, ja. Da sind wohl auf beiden Seiten manche sehr kleinlich (oder haben einen beschränkten Horizont). Das mit dem beschränkten Horizont – du erwähnst den "Glauben" der auch für die Wissenschaften notwendige ist – wird wohl zwischen Atheisten und Gläubigen verteilt sein. Wie gleichmäßig? Na, alles Spekulation: wir suchen uns halt die passende Studie raus.
    Ob nun "ein" wechselnder Atheist ein untrügliches Zeichen darstellt wage ich zu bezweifeln. Allerdings gilt das im umgekehrten Falle auch, wird auch häufig verwendet. Alleine über Einstein dürfte es in dem Zusammenhang viel geschriebenen Text geben. 
    Zu erwähnten viellecht: Flew = eher "Deismus" und das letzte Buch hat er nicht selbst geschrieben. "Wie ich vom Atheisten zum Gläubigen wurde" hat im wesentlichen der christliche Autor Roy Varghese geschrieben. Es wird sich also jeder sein eigenes Bild machen müssen, genau das tun ja Menschen üblicherweise?

  2. Interessant geschrieben, aber ein paar Anmerkungen dazu:
    1. Glauben und Glauben bzw. Annahmen sind große Unterschiede. Wissenschaftler (nur wenige sind ernsthaft religiös, und können das auch trennen) machen Annahmen und versuchen es zu falsifizieren, überprüfen, nachzuweisen oder zu rechnen. Sie nehmen nicht einfach was hin, was in einem Buch steht.
    2. "Diejenigen, die behaupten, dass die Religion der Wissenschaft im Wege stehe, versuchen ihre atheistische Ideologie in die Physik oder die Biologie einzuschleusen."
    Das ist UNFUG. Atheismus ist keine Ideologie die irgendwo eingeschleusst wird, sondern lediglich das nichtvorhandensein von Wahnvorstellungen und Psychosen. Man geht also ohne die Annahme das es ein größeres Wesen oder einen Verursacher gibt an Dinge heran, sozusagen neutral.
    3. Das Bild oben ist auch Unfug. Denn ohne einige dieser Leute, würde hier wahrscheinlich nicht mal eine Internetseite über diesen Blödsinn vorhanden sein. Auch kein Handy oder der PC an sich. Geschweige denn viele andere Erungenschaften, wogegen und mit deren Mitteln gerade die Muslime zu kämpfen gedenken. Was für ein Schwachsinn.
    Und wenn die 2-3 schlauen "Araber" früher vor zig Hundert Jahren wirklich streng gläubig gewesen wären, hätten wir heute vieles medizinische Wissen nicht.

  3. Also lieber Kritiker deine Aussage spiegelt nur Arroganz und Hochmut wider und wenn ich so überlege wissenschaftlich an dein kommentar zu gehen entdecke ich nur kopien deiner höheren Atheistischen Priester und kein neutrales herangehen. Hier ein Kommentar von Max Planck
     
    Max Planck
     
    : "Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.
    Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich.
    Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt – es ist der Menschheit nicht gelungen, das heißersehnte Perpetuum mobile zu erfinden – so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche – denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht – , sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott! Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes. Und damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir müssen unser Forschen weitergeben in die Hände der Philosophie." (1)

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