Abraham – gestern und heute

Abraham spielt sowohl im Judentum, als auch im Christentum und im Islam, ein sehr große Rolle und dient uns in allen der drei monotheistischen Religionen als Beispiel, sowohl im Leben als auch im Glauben. Nachfolgend ein kleine  Zusammenfassung der Dinge, die wir meines Erachtens nach auch heute noch von Abraham lernen können:

Erkennen:
Abraham hat sich auf die Suche gemacht, er hat viel beobachtet und nachgedacht. Gott setzt Zeichen, wenn wir genau beobachten und offen sind, können wir diese sehen und Gott lässt uns erkennen.

Aufbruch:
Leben bedeutet ja in vielerlei Hinsicht auch immer wieder Aufbruch, Abschied, Veränderung und Neuanfang, egal in welchem Alter. Das kann zum Beispiel ein Ortswechsel sein, ein neuer Lebensabschnitt nach der Schule, ein Arbeitsplatzwechsel oder der Tod eines uns nahestehenden Menschen.
Abraham war schon 75 Jahre, ein Alter in dem wir uns meist schon zur Ruhe gesetzt haben, als Gott ihn auf den Weg schickte und Abraham war bereit sich auf den Weg zu machen in das Ungewisse. Er ließ alles zurück, hat alles losgelassen und machte sich auf den Weg, den Gott für ihn bestimmt hatte. Gott sprach zu Abraham „mache dich auf“ und Abraham folgte.
Gott „spricht“ auch zu uns, oft plötzlich und unerwartet, sei es durch bestimmte Ereignisse oder durch andere Menschen, die Er uns begegnen lässt. Dies kann dann auch für uns mit Aufbruch und Veränderung verbunden sein. Gott ruft uns auf den Weg und macht uns lebendig.
Aufbruch muss nicht immer nur geografischer Natur sein, es kann auch der innere Aufbruch sein. Abrahams Auswanderung kann auch als Auswanderung aus dem Götzendienst seines Volkes gesehen werden. So kann auch für uns Aufbruch bedeuten, mit Traditionen, die wir als falsch erkennen zu brechen und diese zu verlassen.
Wichtig ist zu hören, zu erkennen und zu vertrauen und dann bereit zu sein, dem Ruf zum Aufbruch zu folgen, welcher Art der Aufbruch auch immer sein mag.
Hören, glauben, vertrauen – das ist es wofür Abraham steht. Er musste viele Rückschläge hinnehmen, lebte quasi „aus dem Koffer“ ohne festen Wohnsitz, immer auf die Hoffnung hin und auf das Versprechen, das Gott ihm gab. Er hatte sein Leben ganz Gott anvertraut.

Opferbereitschaft und Vertrauen
Beispielhaft, ist die große Opferbereitschaft von Abraham, der sogar bereit war seinen Sohn zu opfern. Christen und Muslime streiten sich oft darüber welcher Sohn es war, Ismail oder Isaak. Ich denke  dies ist hierbei zunächst einmal zweitrangig, denn es geht ja in erster Linie um die Bereitschaft. Es ist mich und ich denke für die meisten von uns kaum nachvollziehbar, dass Abraham wirklich bereit war, solch ein Opfer zu bringen und warum Gott überhaupt so etwas fordern sollte. Aber auf das, was wir nicht nachvollziehen können reagiert Abraham mit Glauben und Vertrauen. Gott hat es dann ja auch noch zum Guten gewendet.
Auch heute ist es doch so, dass wir viele Dinge erst vom Ende her verstehen können, aber nicht wenn mir mitten drinnen sind. Dann kann uns die Abrahamgeschichte zeigen wie wichtig das Vertrauen ist. Gott vertrauen, auch wenn wir den Sinn in manchem nicht (gleich) erkennen können. Es gibt ein Zitat von Søren Kierkegaard, das lautet „Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber man muss es vorwärts leben“ Ich denke das beschreibt es sehr gut. Vorwärts leben und auf Gott vertrauen, auch wenn uns manches genommen wird oder wir vieles zurücklassen müssen oder „opfern“ müssen.
Wichtig ist es, das Vertrauen nicht zu verlieren, dass Gott alles zum Guten wendet, wenn diese vielleicht manchmal auch anders aussehen mag, als wir es uns erdenken. Wir sollen darauf vertrauen, dass Gott es so kommen lässt, wie es am Besten für uns ist.

Hilfsbereitschaft uns Selbstlosigkeit:
:
Die Welt Abrahams war eine Welt der Gastfreundschaft, die Welt Sodoms eine Welt der Gastfeindschaft. Sodom ist sehr reich, liegt paradiesisch, aber das Recht der Gastfreundschaft war abgeschafft. Die Gäste wurden meist schlecht behandelt (oder gar misshandelt) und ausgenommen. Abraham setzte sich trotzdem für Sodom ein, er verhandelt mit Gott (laut Bibel, siehe 1.Mose 18,16-33), damit Sodom verschont werde. Aber er als er seinen Sohn opfern sollte, war er dazu bereit, ohne mit Gott darüber zu verhandeln. Uns erscheint das wahrscheinlich unverständlich und unlogisch, doch es zeigt, dass Abraham selbstlos war. Streng mit sich und den Seinen, aber großzügig mit anderen Menschen.
Heute ist es meist anders herum ist. Manche opfern eine ganze „Stadt“ wegen einem (vermeintlich) Ungerechten und mit sich selbst und den Ihren, sind sie großzügig.

Gott hat Abraham gesegnet und ihn zum Segen aller gemacht. Der Segen Abrahams ist eine gute Grundlage für die Verständigung der Religionen, der Völker, der Menschen. Darauf sollten wir aufbauen.

10 Gedanken zu “Abraham – gestern und heute

  1. Sorry finde es etwas dünn.

    Genauso gut kann ich folgenden Vergleich machen:

    Eine Speisekarte erzählt uns was wir alles gutes essen können. Darauf sollten wir aufbauen und allen hungrigen Menschen eine Speisekarte geben.

    Eine hungrigen eine Speisekarte zugeben und nichts zu Essen ist genau so wenn ich aus Abraham eine Lichtgestalt mache.

    Ansonsten hast du in vielen Punkten recht, und wenn wir uns Abraham als Vorbild nehmen, was er zweifelsfrei ist, schadet es nicht. Worauf es mir aber ankommt, das ein Abraham ohne Gott, nur ein Narr ist. Wenn ich einen Juden oder Moslem als meinen Nächsten betrachte dann kann ich das nur aus, durch und mit Gottes Liebe. Dies spiegelt sich nun in Abraham wieder, aber eben nicht Abraham aus sich selbst.

    PS: Hoffe ich schreibe nach einen anstrengenden Tag nicht zu wirr.

    • Hallo und Frieden danker,

      zunächst einmal Danke für deinen Kommentar und deinen interessanten Vergleich und Nein, du hast nicht zu wirr geschrieben 🙂
      Sicherlich hätte der Text noch mehr in die Tiefe gehen können, da hast du Recht, er sollte aber in erster Linie ein Denkanstoß sein. Also keine fertige Speisekarte, sondern eher ein Kochbuch. Darin steht auch, was wir alles Gutes essen können, der Unterschied zur Speisekarte ist aber, dass wir die Mahlzeit selbst zubereiten müssen um essen zu können. Das Rezept dient als Grundlage für die Zubereitung, wobei sich jedes Rezept aber auch immer variieren lässt in der Menge und der Art der Zutaten. Das bleibt jedem selbst überlassen.
      Natürlich du hast vollkommen Recht, dass auch Abraham, genau wie alle anderen Menschen, aus sich selbst heraus nichts tun kann, wenn Gott nicht will. Danke, dass du das noch einmal hervorgehoben hast. Gott hat Abraham als Propheten erwählt und ihn gesegnet und dann zum Segen vieler gemacht. Alles geht von Gott aus.

      Liebe Grüße
      Kerstin

  2. Was für ein realitätsblinder Gutmenschen-Artikel!

    Das größte Problem, das wir heute haben, das mit dem Islam, lässt sich schon lange nicht mehr mit schönfärberischen Worten lösen. Man muss der Wirklichkeit ins Auge schauen, nur so könnte man Lösungen finden!.

    Im orthodoxen Islam haben nur Muslime, oder genauer gesagt, muslimische Männer alle Rechte.

    Juden und Christen (und Zoroastrier und „Sabäer“), die sich demütig unterwerfen, konnen sich jeweils für ein Jahr ein Lebensrecht erkaufen.

    Alle anderen gelten als Harbis, die kein Recht auf Leben und Besitz haben. Die Frauen dürfen erbeutet und vergewaltigt werden.

    Die Unterwerfung der ganzen Welt unter islamischer Herrschaft ist ein Projekt das bereits Mohammed begonnen hat und das bis heute gemeinschaftliche religiöse Pflicht (fard kifaya) aller Muslime ist.

    Manch einer wird solange vor sich hinträumen, bis ihm das Messer an die Kehle gesetzt wird, mit der Aufforderung Moslem zu werden.

  3. Hallo Kerstin,

    bist Du schon zum Islam übergetreten?

    Was in dem Artikel gesagt wird, ist doch die ganz gewöhnliche Täuschung von Nichtmuslimen.

    Im orthodoxen Islam ist zwar das Lügen verboten, aber in der Auseinandersetzung mit Nichtmuslime ist es ausdrücklich erlaubt.

    Schon Mohammed hat es so gehandhabt (z.B mit Ka’b ibn al- Aschraf).

    Wahrheit ist im orthodoxen Islam nicht das, was mit der Wirklichkeit übereinstimmt, sondern nur das, was der Islam sagt. Deshalb fördert man die Wahrheit, wenn man zu Gunsten des Islams lügt.

    Lüge ist ein integraler Bestandteil des Islam, genauso wie Gewalt. Allah ist der beste Betrüger, steht so zweimal im Koran (khairu ‚l-makirin, Koran 3:54 und 8:30)

    Im orthodoxen Islam muss man nicht Gutes tun, sondern nur das, was Allah befiehlt, egal ob es gut oder böse ist. Man soll Nichtmuslime töten, darf sie berauben und versklaven, man darf lügen und betrügen, wenn es gut für den Islam ist.

    Das ist das Teuflische am Islam, dass er die Gläubigen dazu anleitet Böses zu tun. Damit die Gläubigen nicht daran zweifeln, behauptet der orthodoxe Islam, dass der Mensch nicht erkennen kann, was gut und böse ist, sondern sich dem Willen Allahs unterwerfen muss (das bedeutet nämlich „Islam“).

    Im der Bibel haben Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis gegessen, im Koran nicht, da waren sie nur ungehorsam.

    Das ist das Typische für den Islam, man muss gehorchen, darf nicht selbst nach gut und böse fragen, man muss sein Hirn und sein Herz ausschalten und gehorchen.

    Wenn Dir orthodoxe Muslime etwas anderes erzählen, dann lügen sie um den Islam zu verbreiten, was ja erlaubt ist.

    Fang einfach an nachzudenken, damit Du nicht in die Fänge des Satans gerät.

    Der Satan hat nicht nur einige Verse in den Koran geschmuggelt, die so genannten „Satanischen Verse“, sonder weite Teile des Koran stammen vom Satan. Jeder der den Koran liest und sein Herz nicht verschließt, merkt, dass all die Tötungsbefehle und andere Grausamkeiten vom Satan kommen.

    Oder zum Beispiel die Stelle, wo die Wartezeit für die Frau bis zur Wiederverheiratung nach einer Scheidung angegeben wird. Für Frauen die keine Menstruation mehr haben oder die NOCH keine hatten haben, gibt es eine verkürzte Wartezeit. Das heißt, nach dem Koran darf man schon Mädchen vor der Menstruation heiraten und Sex mit ihnen haben. Nach klassischem islamischen Recht dürfen schon neunjährigen Mädchen vom Vater auch gegen ihren Willen in die Ehe gezwungen werden. Einfach mal nach „wali mudschbir“ googeln! Der Ehemann darf sie dann nach belieben vergewaltigen.

    So ist der Islam, so teuflisch, dass es kaum zu fassen ist. Schon Mohammed hat das mit Aischa vorgemacht, die er geheiratet hat, als sie noch mit Puppen spielte, im Alter von sechs oder sieben.

    Lies was über das Leben von Mohammed, beispielsweise die Biographie Mohammeds von Hans Jansen, das stehen all die Grausamkeit drin.

    Beispielsweise die Folterung des Juden Kinan ibn al-Rabi, damit er verrät, wo das Geld der Juden ist:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Kinana_ibn_al-Rabi

    Man hat ein Feuer auf seiner Brust entzündet! Wer so etwas macht, ist kein Prophet Gottes, sonder der Gesandte des Satans!

    Denke nach, damit Du nicht in die Fänge dieser „Religion“ gerätst!

    • Hallo und Frieden Martin,

      zu deiner Frage: nein, bin ich nicht ..aber das hat auch gar nichts mit der Sache zu tun. Wenn man, wie du pauschal eine Religion oder Religionsangehörige kritisiert, so sollte man sich immer erst selbst mit dieser vertraut machen und nicht aufgrund von Dingen, die man vielleicht mal irgendwo gelesen oder gehört hat, oder wegen einigen „Muslimen“ ,die sich falsch verhalten, eine ganze Religion samt ihren Angehörigen verurteilen und dir eine Meinung darüber bilden. Ich möchte auch nicht auf Grund des Fehlverhaltens vieler Christen und Kirchenautoritäten, vor allem in der röm. katholischen Kirche oder auf Grund mancher „brutaler“ Verse in der Bibel, die aus dem Zusammenhang gerissen werden, be- und verurteilt werden.
      Hast du die Beispiele, die du gebraucht hast eigentlich schon einmal selbst überprüft oder den Koran einmal selbst gelesen? Ich habe nicht das Gefühl, denn vieles ist schlichtweg falsch oder unkorrekt. Das Beispiel aus der Rechtsprechung, das du angesprochen hast, basiert auf Traditionen, nicht auf den Koran. Noch kurz zu dem link den du angeführt hast: In dem Artikel selbst steht, dass die Authenzität nicht gesichert ist. „The story of al-Rabi narrated by Ibn Hisham has been taken from Ibn Ishaq. Ibn Ishaq, however, doesn’t specify any source for this story. According to Nomani, tradionists have stated that Ibn Ishaq probably borrowed this story from the contemporary descendents of al-Rabi’s tribe..“ Wenn du dir ein Urteil aufgrund von unbestätigten Gerüchten bildest möchte ich dir deine Aufforderung zum Nachdenken zurückgeben. Übrigens steht in ganz vielen Versen des Koran, das man selbst nachdenken soll, er fordert also zum selbst denken auf. Falls du wirklich Interesse hast, unvoreingenommen zu sein und einmal eine andere Seite des Islam kennenzulernen, bevor du dir ein Urteil bildest: http://www.alrahman.de

      Bibel, 1. Petrus 3:15
      Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung gegen jeden, der Rechenschaft von euch fordert über die Hoffnung, die in euch ist, aber mit Sanftmut und Furcht

      Koran 16:125
      Lade ein zum Weg Deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und debattiere mit ihnen auf die beste Art und Weise! Dein Herr ist es, Der am besten weiß, wer sich von Seinem Weg abwendet und wer zur Rechtleitung findet.

      Bibel,Matthäus 7:1-5
      Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen?, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst

      Koran 2:44
      Wollt ihr etwa den Menschen das gottgefällige Handeln gebieten und euch selbst (dabei) vergessen, ihr, die ihr die Schrift vorträgt?! Bedient euch doch des Verstandes!

      In Frieden
      Kerstin

  4. Die Prophetenbiographie von ibn Hishaq, überliefert von Ibn Hisham, ist mehr als ein Gerücht, sie gehört zu den den zuverlässigsten Dokumenten, die wir über Mohammeds Biographie besitzen.

    In Buchari und Muslim, den beiden von Muslimen als am authentischsten angesehen Büchern zur mündlichen Überlieferung, gibt es noch eine Unzahl ähnlicher Geschichten.

    Ich habe mir übrigens all diese Stellen im arabischen Original angesehen, damit ich überprüfen kann, ob die Übersetzung stimmt.

    Den Koran habe ich mehr als einmal in Übersetzung gelesen und mich auch mit dem arabischen Original intensiv auseinander gesetzt.

    Die Übersetzungen sind alle problematisch, weil man das, was arabische Wörter sagen, oft nicht genau und adäquat in anderen Sprachen sagen kann.

    Ich verurteile übrigens überhaupt keinen Muslim, nur weil er Muslim ist.

    Was ich strikt ablehne, ist der orthodoxe Islam. Alevitentum beispielsweise ist was ganz anderes. Auch Isma’iliten haben mit dem Agha Khan einen sehr humanes Oberhaupt.

    Das Problem ist vor allem der sunnitische Islam, aber auch das Zwölfer-Schiitentum à la Khomeini ist höchst problematisch.

    Das schlimmst ist, dass der Koran und im Anschluss daran das Sunnitentum dem Menschen die Erkenntnisfähigkeit in Gut und Böse abspricht. Alles Wissen (‚ilm) ist durch Offenbarung (wahy) auf den Menschen gekommen. Eigene Schlüsse nur aufgrund rationalen Nachdenkens werden als reine „Meinungen“ (ra’y) abgelehnt. Man braucht immer eine Beweis (dalil) aus der Offenbarung, bzw. allgemeinen Konsens (idschma‘) oder eine gültige Analogie (qiyaz).

    Das ganze System der Ableitung der Regeln des Verhaltens aus Offenbarung nennt sich usul al-fiqh. Das Ergebnis gilt als unabhängig vom Menschen und somit nicht menschengemacht sondern als ewig, göttlich und unveränderbar.

    Allah kann befehlen was er will, ob der Mensch es als gerecht ansieht oder nicht, als human oder nicht, ist völlig egal.

    Was immer Allah anordnet, und sei es auch Mord oder Lüge, muss der Mensch als Unterworfener (muslim) tun, ihm steht kein Urteil über die Befehle Allahs zu.

    Nur so ist es erklärbar, dass all die Grausamkeiten im islamischen Recht bestand haben. Dass Menschen das grausam finden, ist völlig egal! Muslime sind keine Unmenschen, dass sie die Grausamkeit nicht bemerken, sondern ihnen ist die Macht genommen, daran etwas zu ändern.

    Der berühmte Islamwissenschaftler Tilman Nagel nennt das die Entmächtigung des Verstandes des Menschen im orthodoxen Islam. Dazu gibt es noch eine Entmächigung des Herzens, denn was das Herz zu all den Grausamkeiten sagt, ist genauso egal.

    Und genau das ist also das diabolische im orthodoxen Islam, das Dureindergeworfene, (Diabolos ist der Durcheinanderwerfer).

    Gut und böse sind durcheinandergeworfen, es gilt das, was Allah, der Gott des Hundssterns (rabb al-schi’ra), befohlen hat. Lüge ist nicht mehr Lüge, wenn sie den Islam fördert, denn Wahrheit ist allein der Islam. Man darf ihn auch mit Lügen fördern, wie Mohammed es bei Abu ‚Afak, Asma“ bint Marwan und Ka’b ibn al-Aschraf getan hat. Meuchelmord ist „gut“, wenn er dem Islam nützt.

    Dauervergewaltigung von zehnjährigen Mädchen ist keine Sünde, wenn Allah es erlaubt hat und nach orthodox-sunnitischer Auffassung hat er es erlaubt. Raubmord ist völlig okay, wenn die Opfer Götzendiener (muschrikun) sind, die haben nämlich keine Rechte. Die Verteilung der Beute ist ein wichtiges Thema im Koran, eine ganze Sure (Sure 8) heißt „die Beute“ (al-anfal).

    Wenn man sich all das bewusst macht, kann man nicht der Auffassung sein, dass Mohammed der Gesandte Gottes war, oder der Koran eine göttliche Schrift ist. Dahinter steht nicht Gott, sondern sein Widersacher, einer der Menschen zum Bösen verführen will, gekleidet ins Gewand einer „Religion“.

    Die Muslime selbst sind Opfer dieser satanischen Lehre. Je näher der Islam an den authentischen Quellen Koran und Sunna ist und je genauer Muslime das umsetzen, umso diabolischer wird er.

    Leute wie Usama bin Laden sind gläubige, orthodoxe Muslime, die genau umsetzen, was Allah angeordnet hat.

    In Afghanistan unter den Taliban und heute in Somalia wird orthodox-sunnitischer Islam umgesetzt. Handabhacken ist genauso orthodox wie Steinigen oder die Vergewaltigung versklavter Frauen.

    Der Angriffskrieg ist eine gemeinsame Pflicht (fard kifaya), Frieden unmöglich zwischen dem Gebiet des Islam (dar al-islam) und dem Rest der Welt (dar al-harb).

    Muslime lügen einen normalerweise an, wenn sie man zu all dem befragt, es sei denn, man fragt beispielsweise orthodoxe Muslime in islamischen Ländern wie z.b. Ägypten.

    Denk selbst nach, das ist ja das Motto dieser Seite, und lass Dich nicht weiter täuschen vom schönen Gerede der Muslime hier, die den Islam verbreiten und sein Image aufputzen wollen.

    Warum gehen sie nicht aktiv vor gegen all die Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten, wenn der Islam doch so lieb ist?

    Warum kämpft beispielsweise kein Muslim hier für Religionsfreiheit in Saudi-Arabien? Weil alles nur Heuchelei ist!

    Ein letztes: aus dem Zusammenhang gerissenen Suren sagen gar nichts! Sätze wie „Kein Zwang in Glauben“ (la ikraha fi-d-din) sind nur schöne Worte, die nie und nirgends umgesetzt wurden. In welchen islamischen Land kann man beispielsweise problemlos den Islam verlassen?

  5. Salam Martin!

    Ich bin zwar kein Anhänger oder auch nur Freund des orthodoxen Islam, aber das, was Du da schreibst ist schlicht gelogen.
    1. Im orhodoxen Islam gibt es exakt drei Gründe, um zu lügen: 1. Krieg, 2. Selbstschutz bei Todesgefahr, 3. Um einer Frau zu schmeicheln. Von bloßen Auseinandersetzungen mit Nichtmuslimen ist an keiner Stelle die Rede und entspringt Deiner Privatinterpretation, dies belegt auch Dein Verweis auf Kab – so man sich mit der Sira auskennt.
    Deine beiden Versangaben zum „Betrüger“ solltest Du besser mal mit Paret abgleichen, sonst wirds peinlich. Aber selbst wenn da stünde, was Du behauptest: von einem allmächtigen Wesen erwarte ich, dass es in jeder Hinsicht besser als alles andere ist.
    Bezüglich Deiner behauptung, dass der Mensch nicht zwischen gut und böse Unterscheiden könne: da würde mich doch tatsächlich mal der Beleg interessieren. Ansonsten bedeutet das Wort Islam nur „Unterwerfung bzw. Erlangung von Frieden“ linguistisch ist dieses Wort nicht an irgendeine Gottheit gebunden.
    Dein subjektives Verständnis dessen, was der Koran ist lasse ich mal unkommentiert, da ich da noch auf Argumente warte – Deine persönlichen Befindlichkeiten sind schließlich nicht aussagekräftig.
    Am lustigsten ist Dein Verweis auf die Wartezeit der Frau und legt den Schluß nahe, dass es Dir entgegenkäme, wenn man mit kleinen Mädchen Sex haben könnte, anders kann ich mir nicht erklären, wie Du zu dem Ergebnis kommst (außer Unwissenheit). Der vers regelt nämlich ein Faktum: damals gab es Ehen mit Kindern und dabei gab es Scheidungen und das Verhalten bei der Scheidung wird geregelt. Der Vers gibt weder Empfehlung noch Vorgabe für das Heiratsalter. Dafür gibt es aber einen anderen Vers, der das Heiratsalter festlegt:
    4.6. Und prüft die Waisen (ob sie reif genug sind)! Wenn sie schließlich das Heiratsalter erreicht haben und ihr an ihnen feststellt, daß sie, (in Geldsachen) verständig sind, dann händigt ihnen ihr Vermögen aus! Und zehrt es nicht verschwenderisch und voreilig auf (in der Erwartung), daß sie groß werden (und ihr dann nicht mehr darüber verfügen könnt)! Wer reich ist, soll sich enthalten (etwas von dem ihm anvertrauten Vermögen der Waisen zu verbrauchen). Wer arm ist, soll (nur) in rechtlicher Weise (davon) zehren. Und wenn ihr ihnen ihr Vermögen aushändigt, dann laßt es bezeugen! Allah rechnet (streng) genug ab. (Paret)
    Hier wird vom Heiratsalter gesprochen! Dieses geht einher mit dem Verständnis sich selbst zu verwalten!!! Dies trifft zumindest in der heutigen Zeit auf eher wenige Kinder zu.
    Muss ich erwähnen, dass im orthodoxen Islam der Eintritt in die Pubertät (signalisiert durch Menstruation) das Heiratsalter kennzeichnet? Also frage ich mich: von welchem orthodoxen Gelehrten hast Du diese Interpretation des von Dir angesprochenen Verses???
    Und nach klassisch islam. Recht darf niemand(!) in eine Ehe gezwungen werden. Schon wieder hab ich Dich beim Lügen erwischt. Dass die Praxi freilich oftmals anders aussieht: keine Frage. Aber in der Theorie solltest bei der Wahrheit bleiben!
    Und was das Heiratsalter von Aisha angeht, so zitierst Du jetzt eine sunnitische Mehrheitsmeinung und verschweigst (bewußt?) die Tatsache, dass sich da etliche Ahadith widersprechen (was einer sunnitischen Minderheit bekannt ist):http://meine-islam-reform.de/index.php/textarchiv/sunna/458-mit-wie-viel-jahren-heiratete-aischa-den-propheten-muhammad-.html

    Über Dein Lügenversuch bezüglich Kinana wurdest Du ja bereits von Kerstin aufgeklärt…

    Aber vielleicht hast Du ja doch ein paar Argumente: die würd ich gerne sehen:
    http://www.forum.alrahman.de
    Wenn Du nicht auftauchst weiß ich, dass Du nur ein kleiner Lügner bist.

    Wa salam

  6. Hallo Kerstin.
    Im Großen und Ganzen möchte ich deinem Artikel zustimmen, wobei ich einige Aspekte, bspw. das Erkennen, aus einer anderen Perspektive betrachtet hätte.

    Wo ich jedoch unbedingt widersprechen muss, ist folgender Satz:
    „Beispielhaft, ist die große Opferbereitschaft von Abraham, der sogar bereit war seinen Sohn zu opfern“

    Auch als g’ttergebener Mensch darf man sagen, dass man diesem Beispiel ganz und gar nicht folgen möchte, denn beispielhaft finde ich daran gar nichts, und auch wenn die Sachlage klar zu sein scheint, fällt es mir, tatsächlich zu glauben, dass G’tt jemals ein solches Opfer verlangen würde, und sei es auch nur zur Prüfung.
    Bestimmt bin ich dabei von der jüdischen Lesart beeinflusst, die besagt, dass nicht Abrahams Bereitschaft – und somit die vermeintliche Prüfung – im Mittelpunkt steht, sondern dass G’tt letztendlich doch eingreift und uns somit gewissermaßen zur Vernunft mahnt und deutlich macht, dass er auf solche fundamentalistischen Riten nicht angewiesen ist.
    Auch kann man Abraham in diesem Kontext als einen recht machtlosen Charakter begreifen, dem von G’tt klargemacht wird, dass er ein Nichts ist und G’tt verlangen kann, was er will. Hierbei stünde also nicht Abrahams Glaube, sondern G’ttes Macht und Stärke im Mittelpunkt.

    Ich möchte jedoch noch mal auf die Vernunft zu sprechen kommen.
    Gerade im Reformjudentum gilt der Grundsatz, dass man jedes Gesetz, jedes Ritual und jeden Glaubensgrundsatz an den Maßstäben der Vernunft messen muss. Die Vernunft gilt als der edelste Funke, den G’tt uns gegeben hat und der uns letztendlich auch vom Tier unterscheidet, und wir sind gefordert, eben diesen Funken beständig zu nutzen. Im Umkehrschluss könnte man nun natürlich meinen, dass folglich jedes Gesetz den Maßstäben der Vernunft genügt, in unserem Denken der Fehler liegt, wenn wir meinen, dass Gegenteil sei der Fall.
    Die Patriarchen gelten traditionell als die großen Vorbilder in Sachen Gesetzestreue und G’ttergebenheit, doch jedem sollte schon mal aufgefallen sein, dass es letztendlich auch gewöhnliche Menschen waren, deren Verhalten oftmals von Lüsten und Trieben geleitet war. Man denke bspw. an Jakob und Esau.
    Aus diesem Kontext heraus möchte ich behaupten, dass G’tt nicht Abrahams Glauben, sondern seinen Verstand und seine Vernunft(=größtes g’ttliches Geschenk) testen wollte. Abraham hat an dieser Stelle versagt und seine Opferbereitschaft ist alles andere als beispielhaft.

    • Hallo Ronny

      Ich habe über deinen Kommentar nachgedacht und auch deiner Lesart der Abrahamsgeschichte kann ich gut folgen.
      Ich habe aber auch gemerkt, dass ich mit „Opferbereitschaft“ wohl nicht das beste Wort gewählt hatte. Was ich meinte war eher „Glauben“. Ich denke Abrahams Glauben war so groß, dass er Gottes Anweisung gefolgt ist und bereit war seinen Sohn zu „opfern“. Ich kann mir vorstellen, das Abraham sich sicher war, dass Gott es zum Guten für Isaak wenden würde, denn schließlich hatte Gott ihm ja verheißen, dass Er mit Isaak und dessen Nachkommen einen ewigen Bund aufrichten werde und auch Ismail gesegnet und verheißen, dass Er ihn zu einen großen Volk machen werde. (1. Mose 17, 19-21) Und Abraham hatte ja schon einmal erlebt, dass Gott Sein Wort erfüllt hatte, als er ihm und Sara einen Sohn schenkte, in einem Alter in welchem es normalerweise nicht mehr möglich ist, Kinder zu bekommen. Aber Gott ist nichts unmöglich.
      Nun sollte Abraham seinen Sohn opfern. Vielleicht wollte Gott ihn auch prüfen, wie groß Abrahams Glauben und Vertrauen auf Gottes Verheißung war? Wenn Abraham an die Verheißung glaubte und Gott vertraute, musste er sich sicher gewesen sein, dass es gut ausgehen wird für Isaak. Vielleicht war sich Abraham sicher, dass Gott eingreifen wird oder hatte diese Hoffnung. Er sagte ja auch zu den Knechten sie sollen warten „bis WIR wiederkommen“ (1. Mose 22,5). Was genau in Abraham vorging könne wir natürlich nicht wissen, nur vermuten. Aber sein Vertrauen und sein Glaube in Gott und an Seine Verheißung muss jedenfalls unvorstellbar groß gewesen sein.

      Shalom

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