Minarett-Initiative in der Schweiz

Frieden sei mit Ihnen,

Bei den nächsten Wahlen in der Schweiz wird darüber abgestimmt, ob die Minarett-Initiative angenommen wird oder nicht. Wenn sie angenommen wird, ist der Bau von Minaretten per Gesetz verboten. Es ist klar, dass dieser Fall einen Präzedenzfall darstellen wird für die Zukunft. Hierzu habe ich von einer Freundin einen Link erhalten, mit ihrem Kommentar „ein Beitrag der SF-Rundschau zum Thema Minarett-Verbot, welcher die europäische „Multikulturalität“ und „Toleranz“ wohl neu definiert.“


(Falls das Video nicht erscheint, das Video direkt auf der Seite anschauen: Hass gegen Islam. Es könnte sein, dass das Laden länger dauert.)

Toleranz ist eine Last. Das sagt schon die etymologische Herkunft des Wortes über das lateinische tolerare, das von tolus (=„Last“) abgeleitet ist und das man mit „ertragen“, „durchstehen“, „aushalten“ oder „erdulden“ übersetzen kann. Toleranz meint die Fähigkeit, störende bzw. verstörende Formen des Andersseins oder Andershandelns erdulden zu können. Wer tolerant ist, der nimmt es hin, dass andere Menschen in unangenehmer Weise anders denken, handeln, empfinden.

Akzeptanz leitet sich demgegenüber vom lateinischen „accipere“ ab, das „annehmen“, „übernehmen“, „gutheißen“ bedeutet. Was man akzeptiert, das duldet oder toleriert man nicht nur bloß, man ist mit ihm einverstanden. So toleriere ich Homosexualität nicht nur, ich akzeptiere sie vielmehr als völlig legitimen Ausdruck menschlicher Sexualität, auch wenn ich persönlich heterosexuell veranlagt bin. Tolerieren muss ich nur, was ich nicht akzeptiere, was ich nicht respektiere, was mir vielleicht sogar im höchsten Maße lächerlich vorkommt, wie etwa die Tatsache, dass Christen im Rahmen eines rituell-kannibalischen Akts, den sie „Kommunion“ nennen, ihren Erlöser verspeisen. Nimmt man mir die Möglichkeit meinen fehlenden Respekt gegenüber solchen archaischen Praktiken in aller Deutlichkeit zu äußern, so nimmt man im gleichen Schritt Christen die Gelegenheit, erstens eine andere Sichtweise auf ihren Glauben kennenzulernen und zweitens sich in Toleranz zu üben. Gerade letzteres wäre aber dringend geboten, schließlich ist Toleranz, in diesem Fall: die Duldung der Existenz glaubensfeindlicher Überzeugungen, etwas, was gerade sehr religiösen Menschen äußerst schwer fällt (siehe etwa den Karikaturenstreit).

http://www.schmidt-salomon.de/ferkelfaq.htm

Das liegt auch dran, dass die meisten ihre eigene Religion nicht einmal wirklich kennen (besonders im Fall des Karikaturenstreites). Oberflächlich betrachtet fallen einem zuerst sofort die Religiösen als diejenigen auf, die große Mühen mit Andersdenkenden haben. Und da beginnt es ja schon, denn meines Erachtens fehlt ja genau hier die entgegengesetzte Wirkung der Muslime/Gottergebenen selber. Wieso haben die Gottergebenen keine Ahnung von der Veranstaltung gehabt, wieso wurde die nicht publik gemacht, sodass mindestens ein Muslim an dieser Veranstaltung hätte sein können, um auf eine freundliche und respektvolle Art und Weise zu widersprechen, am besten noch mit Wissen aus dem Qur’an?

Was ist mit uns los, dass wir als Gottergebene so etwas zulassen und nichts von dem mitbekommen? Auch wenn dies nicht auf unserem Wirken aufgebaut ist, so werden genau wir diejenigen sein, die darunter leiden werden, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Eine Freundin schrieb: „Schlimm ist es eigentlich, dass die Geschichte oft genug aufzeigt, was dabei raus kommen kann, wenn Menschenverbindungen, in diesem Fall eine Glaubensrichtung, so negativ vereinfacht und stereotypiert wird. Das Ironische dabei: er ist ein Jude.“ Ich bin ehrlich gesagt glücklich darüber, Juden zu kennen und meine Freunde nennen zu dürfen, die genau anders eingestellt sind.

Der Mensch spielt in der Weltklasse mit, wenn es darum geht, die Geschichte zu ignorieren oder zu vergessen.

Jedoch: Ich habe schon ein paar Mal mit Menschen gesprochen, die zu extremen Meinungen neigen. Mit Freundlichkeit, Ruhe und Standfestigkeit, mit einer offenen Hand für die Freundschaft und ähnlichen Einstellungen werden 90% der extrem eingestellten Personen wieder „lockerer“.

Es mag eine schwierige Arbeit und Aufgabe sein („Knochenarbeit“), aber das macht sie andererseits genau spannend und schön, wenn eine angenehme Atmosphäre geschaffen wurde.

Möge Allah, Gott, unser aller Vater der Schöpfer uns allen Verstand, Gewissen und Einsicht schenken, damit wir in Seinem Namen Frieden bewirken können.

Glückselig sind die Friedfertigen, denn sie sollen Kinder Gottes heißen.
Matthäus 5,9

Der Himmel über der Schweiz ist weit genug

Ein Plakat von Starwerber Frank Bodin.

Gott sei Dank dafür, dass es auch Gegenströmungen gibt.

Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!
Edmund Burke

2 Gedanken zu “Minarett-Initiative in der Schweiz

  1. Das Plakat von Frank Bodin ist wirklich sehr gelungen und aussagekräftig. Und nicht nur der Himmel über der Schweiz ist weit genug, sondern sicher auch der Boden, für ein Zusammenleben der Kulturen. Dies kann ja auch eine Bereicherung sein. Bei der Minarett-Initiative geht es wohl weniger um die Minarette selbst, sondern um eine Ausgrenzung im Allgemeinen. Dass es aber so viele Gegeninitiativen zu der Minarett-Initiative gibt, macht Hoffnung, dass die Schweizer am 29.11. gegen eine Ausgrenzung stimmen werden.

  2. Kann man das Plakat bestellen? Es ist unabhängig von der Kampagne, ein Motiv, dass überall und zu jeder Zeit eine positive Wirkung hat!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.