Wortlos

Immer wieder einmal kann es passieren, dass ich wortlos bin und ohne Worte bete. Nicht weil ich nichts zu sagen hätte, sondern weil ich manchmal vieles von dem, was in mir ist, nicht in Worte fassen kann. Weil ich nicht die richtigen Worte finde für meine Ängste, meine Hoffnungen, meine Freude, meine Trauer und für meine Dankbarkeit. Oftmals bitte ich Gott dann, er möge mir Worte schenken. Worte mit welchen ich all das ausdrücken und aussprechen kann, was mich ausfüllt. Aber muss ich wirklich immer alles aussprechen? Kennt Gott nicht meine Gedanken und weiß Er nicht schon längst, was ich sagen möchte noch bevor ich es ausspreche?
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Wieso statt nichts nur eine Sache?

von Özlem Çakır

Die Atheisten empfinden im Allgemeinen eine Abneigung, wenn Ereignisse mit dem Schöpfer verbunden werden. Sie stört bereits das kleinste Zeichen, das die Existenz eines Schöpfers hervor bringt. Der Gläubige hingegen empfindet gegenüber den Schöpfungen seines Schöpfers, bei den Naturphänomenen und ihrer Schönheit eine tiefe Freude und erzählt über ihre Pracht. Doch wenn Menschenhand dazwischen kommt wird meistens der gnädige Schöpfer vergessen.

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Das Gesetz der Resonanz

von Nurudin H.

Ich dachte einst, in Menschen gäb’ es kein Vertrauen,
Da wurd’ ich eines Besseren belehrt;
Man riet mir, auf mich selbst zu schauen,
Denn erst zu fordern, hieß es, sei verkehrt.

„Du kannst nur das empfangen, was du gibst,
Und gibst du alles, bist auf dem Gipfel du,
Und schenkst du her von allem, was du liebst,
Fliegt dir von überall her reiche Liebe zu.“

Ich fragte: „Ist dies denn ein Gesetz?“
Man sagte mir: „Es gilt im Guten wie im Schlechten!
Und wenn du andere in böser Art verletzt,
Dann sei gespannt, was sie entgegen brächten. Weiterlesen

G-tt und Leid

Mit der Frage, warum G’tt ausgerechnet sein auserwähltes Volk in solch hohen Maßen leiden lässt, wird ein religiöser Jude immer wieder konfrontiert. Nicht nur aus einem eigenen Antrieb heraus drängt sich dem Verstand diese Frage auf, sondern vor allem Nichtjuden wollen den Glauben eines Juden insbesondere in Anbetracht des Holocaust nachvollziehen können. Weiterlesen

Lassen

von Nurudin H.

Du bist ein roher Diamant,
doch wenn du dich nicht schleifen lässt,
wirst du ein Steinklumpen genannt,
der überall sich greifen lässt;
und ohne Hilfe einer Hand,
die dich führt und reifen lässt,
bist du verloren an dem Strand,
der schwer nur sich begreifen lässt,
und wirst getrieben von dem Sand,
der dich nur abschweifen lässt,
und wirst vermutlich nie erkannt,
was letztlich dich verzweifeln lässt.

Ein wenig gedichtig

von Nurudin H.

Und wolltet ihr die Worte eures Herrn aufschreiben,
und diente hierzu auch ein ganzes Meer,
so würden zahllos viele Verse ungeschrieben bleiben,
da würde euch das Tintenfass schon leer.

So suchet nicht nach Helfern außer Ihm,
denn Er ist es, Der frei gibt und bemisst,
und Der euch lehrt, dass: „Alif, Lam, Mim,
an Seinem Buch in keinem Fall ein Zweifel ist.“
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