Folter in Deutschland

 

Eine interessante Überschrift! Hätten Sie's gedacht? In diesem Staate, der sich die Menschenrechte auf die Fahne geschrieben hat, soll erbarmungslos gefoltert werden? Kaum zu glauben, oder?

Obwohl: der deutsche Staat unterstützt ja auch andere Staaten, die es mit den Menschenrechten nicht so genau nehmen. Es kommt da wohl auf die Perspektive an. Schließlich sind die Feinde meiner Freunde ja auch meine Feinde – oder umgekehrt und überhaupt hat die deutsche Nation eine generelle Grundschuld, so dass man es nicht mit allen anderen Länder und schon gleich gar nicht mit sich selber so genau nehmen muss. Aber die deutsche Außenpolitik ist heute nicht unser Thema. Daher vielleicht erst einmal ein kleiner Exkurs in Sachen Folter:

Folter ist das gezielte Zufügen von psychischem oder physischem Leid (Gewalt, Qualen, Schmerz) an Menschen durch andere Menschen, meist als Mittel für einen zielgerichteten Zweck, beispielsweise um eine Aussage, ein Geständnis, einen Widerruf oder einewichtige Information zu einem bestimmten Sachverhalt zu erhalten oder um den Willen und Widerstand der Folteropfer (dauerhaft) zu brechen.

Im engeren Sinne tritt Folter als eine Tat einer bestimmten Interessengruppe (Teile der Exekutive, politisch-militärischen Organisationen oder Gruppen o. ä.) an einem Individuum auf. Beispiele sind das Foltern zum Erzwingen von Geständnissen seitens der Inquisition, der Polizei oder des Geheimdienstes.

Laut der UN-Antifolterkonvention ist jede Handlung als Folter zu werten, bei der Träger staatlicher Gewalt einer Person „vorsätzlich starke körperliche oder geistig-seelische Schmerzen oder Leiden“ zufügen oder androhen, um eine Aussage zu erpressen, um einzuschüchtern oder zu bestrafen.[1] Die Folter ist international geächtet; in Deutschland ist das Foltern einer Person eine Straftat.

Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Folter

Wir sehen also: Eine Form der Folter ist das Zufügen von psychischem Leid, um den Willen der Opfer zu brechen.

Perfektioniert wurde dies in Guantanamo:

Unter Generalmajor Geoffrey Miller, der später das berüchtigte Gefängnis Abu Ghoreib bei Bagdad befehligte, habe sich die Lage der Häftlinge in Guantanamo noch verschlimmert, heißt es. So seien ihnen gewaltsam die Bärte abgeschnitten worden, sie seien mit Fesseln in unnatürliche Haltungen gezwungen und nackt in den Zellen eingeschlossen worden. Sie hätten sich auch Videokassetten mit anderen Gefangenen ansehen müssen, die zum Analverkehr gezwungen worden seien.

Ein weiterer Vorwurf lautet, dass der Koran, das heilige Buch der Moslems, vom Wachpersonal in die Toilette geworfen worden sei. Die ehemaligen Gefangenen werfen den Ermittlern auch vor, ihnen vor Verhören Injektionen mit unbekannten Drogen gegeben zu haben. Ungeachtet der feuchten und heißen Luft auf der US-Militärbasis hätten sie nur ein Mal in der Woche für wenige Minuten duschen dürfen.

Quelle: http://www.focus.de/politik/ausland/guantanamo_aid_85168.html

In Guantanamo bestand die Folter der muslimischen Gefangenen u.a. also darin, diese zu Verstößen gegen ihren Glauben zu zwingen, wie z.B. das Rasieren des Bartes oder der Zwang Analverkehr zu praktizieren.

Interessant ist nun, dass man solche Praktiken auch in Deutschland anwendet:

"Man fühlt sich so erniedrigt.[…]wenn es unter Zwang geschieht…."

Dies sind die Worte einer Betroffenen.

Mittlerweile ist Deutschland daher auch in den Fokus der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch geraten. Auf deren Website äußert man sich wie folgt:

„Die Regelungen diskriminieren sowohl auf der Grundlage des Geschlechts als auch der Religion und verletzen die Menschenrechte dieser Frauen."

Der findige Leser wird es nun bereits geahnt haben: es geht um das Kopftuchverbot. Was ist der Unterschied zwischen dem erzwungenen Abschneiden des Bartes und dem erzwungenen Ablegen des Kopftuches? Beide greifen massiv in die freie Religonsausübung ein, der einzige Unterschied ist, dass die Männer in Guantanamo körperlich misshandelt werden, die Frauen in Deutschland lediglich arbeitslos sind oder als Reinigungskraft arbeiten dürfen, obwohl sie ein abgeschlossenes Studium vorzuweisen haben, wie z.B. oben genannte Betroffene:

…abgeschlossenes Studium, Heirat erst nach Ende der Uni-Ausbildung, den Ehemann selbst ausgesucht und nicht von den Eltern aufgezwungen. "Ich bin ein Muster für das, was sie suchen", sagt sie stolz.

Quelle: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1682077_Zwanghaft-neutral.html

Man möchte Fragen: was will man noch mehr erwarten? Man erwartet offenbar die totale Assimilation und die Negierung jeglicher kultureller Herkunft unter dem fadenscheinigen Argument der Neutralität, die man durch ein Kleidungsstück gefährdet sieht, in welches man alle möglichen Dinge hinein interpretieren kann, ohne den Träger zu befragen, wie er dazu steht. Man kann nur hoffen, dass HRW Erfolg hat, wenn die Organisation die Landesregierungen aufruft, die Kopftuchverbote daraufhin zu überprüfen, ob sie nach Geschlecht oder Religion diskriminieren, und sie den internationalen Menschenrechtsstandards anzupassen oder sie aufzuheben.

Weiterführendes:

http://www.hrw.org/de/news/2009/02/25/deutschland-kopftuchverbote-verletzen-menschenrechte

http://meine-islam-reform.de/index.php/component/attachments/download/56.html

http://meine-islam-reform.de/index.php/component/attachments/download/58.html

8 Gedanken zu “Folter in Deutschland

  1. Ein Verbot des Kopftuches ist eine Diskriminierung, die die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zu Recht bemängelt. Außerdem trägt es ein solches Verbot auch nicht zur Integration bei, sondern führt im Gegenteil zu Ausgrenzung und auch zur Spaltungen in der Gesellschaft.
    Dieses Verbot aber mit einer Form der Folter gleichzusetzen halte ich für überzogen.

  2. Hallo !
    In Deutschland gibt es keine Menschenrechte.War 9 Stunden in einem Krankenhaus verschwunden u ich rede von Militärischer Folter woran ich sterben werde.Der Staat schaut zu.Anzeige läuft auf Mord.

  3. hier redet man aber nur immer von einer Seite wer schützt den unseren Glauben an Gott in der muslimischen Welt kann ich denn da in die Kirche gehen oder oder ?
    und wenn ich irgendwo Gast bin muss ich mich auch als solch einer verhalten und wenn ich in einem Land lebe so gelten auch die Gesetze und die gegebenheiten das müssen wir als deutsche auch im Ausland nur in Deutschland will jeder machen was er will und wenn nicht sind wir alle Nazis

  4. Auch gläubige Christinnen müssen im Gottesdienst ihr Haupt bedecken (1. Korinther 11, 3-15). Wenn sie es nicht tun, brechen sie die christliche Lehre. Wenn man heute die Gotteshäuser voller Frauen sieht, die diese paulinische Vorschrift brechen, liegt dies an der allgemeinen biblischen Unkenntnis und dem Unwillen, sich an Vorschriften zu halten. Das ist traurig.

  5. ich wede durch folter umgebracht. kaum mehr lebensfähig,  nichts zum essen, und wenn ich irgendwo sagte, was hier  geschieht, dann wäre die zwangspsych. unausweichhlich.  lieber sterbe ich, und zwar in würde.

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